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-drucken 17.3.2004
Die Passion Christi
 


Größere Liebe hat niemand


Immer wieder zwischendurch zeigt Mel Gibson Szenen aus dem Leben Jesu, die sich auf diese unvergleichliche göttliche Liebe beziehen.

Ob es die fröhliche und liebevolle Art war, mit seiner Mutter umzugehen, ob es der liebevolle Umgang mit seinen Jüngern ist, oder das Verständnis, welches er Menschen entgegenbrachte, die sich schwer verschuldet hatten. Seine Liebe ist der Mittelpunkt fast aller eingeschobenen Szenen. Diese manchmal sehr kurzen filmischen Einstellungen sind oftmals in der wahren Bedeutung nur für Bibelkenner verständlich, deswegen wollen wir hier einige Beispiele näher betrachten.

Als die Pharisäer eines Tages eine Ehebrecherin, auf frischer Tat ertappt, zu Jesus brachten, um ihn zu prüfen, was er nun mit dieser Sünderin tun wird, nahm er diese Frau zunächst in Schutz, indem er begann, mit seinem Finger einfach in den Staub der Erde etwas zu schreiben.

Möglicherweise schrieb er die Sünden der Ankläger in den Sand(?)! Als er fertig war, fragte er die Ankläger: Falls jemand anwesend wäre, der schuldlos sei, dieser Mensch solle den ersten Stein auf diese Frau werfen. Da verschwanden die Ankläger einer nach dem anderen (.:Johannes 8:2-9:.). Als Jesus nun alleine mit dieser auf frischer Tat ertappten Frau war, verurteilte er sie nicht, sondern gab ihr eine neue Chance, ihr Leben zu gestalten. (.:Johannes 8:10-11:.)

Jesus ist grundsätzlich so liebevoll mit Menschen, die Fehler und Schwächen hatten, umgegangen, weil er die Menschen unerklärbar liebt


Immer wieder wird auch Maria Magdalena an der Seite der Mutter Jesu gezeigt (.:Markus 15:40:.). Maria Magdalena folgte Jesus, wohin er auch ging, weil sie erlebt hatte, was es heißt, von Schuld und Sklaverei durch das Böse frei zu werden (.:Markus 16:9:.).

Wahrscheinlich wird allmählich deutlicher, welch außerordentliche Bedeutung diese filmischen Einschübe haben. Erst der Kontrast zwischen der Art Jesu im Umgang mit menschlicher Schwäche und dem menschlichen Umgang mit dem liebenden Sohn Gottes, zeigen in den schrecklichen Szenen der Passion den wahren Charakter der Sünde. Aber auch die Liebe Gottes. Wahrscheinlich wurde dies filmisch noch nie so kontrastreich auf eine Leinwand projiziert.

Wenn seriöse Zeitungen wie DIE ZEIT schreiben, dass das Werk von Mel Gibson "dumpf und dumm und blasphemisch" ist, dann kann man solch eine Aussage nur mit der Unterstellung echter Unwissenheit der Verfasser entschuldigen.

Die Bibel offenbart uns die Liebe Jesu bzw. Gottes noch mit anderen Bildern. Im Buch Jesaja gab es schon 700 Jahre, bevor Jesus als Mensch geboren wurde, eine Prophezeiung, die offenbarte, wie sehr er uns Menschen lieben muss.


Einige Verse vor dem einleitenden Text aus Jesaja 53, der zu Beginn des Films gezeigt wird, vergleicht Gott seine Liebe mit dem Bild der Mutterliebe.
(.:Jesaja 45:15.16:.)


Nicht nur im Film wird diese Mutterliebe zwischen Jesus und Maria in vielen Szenen offenbart, ...

   

... sondern ebenso in der ganzen Bibel.

Die Mutterliebe ist, wie wir heute wissen, wahrscheinlich die am stärksten sogar physiologisch unterstütze Liebe. Schon bei der Geburt wird bei der Mutter das Hormon Oxytozin ausgeschüttet, um bei der Mutter Liebesgefühle zu bewirken. Jeder weitere Blick des Babys bzw. des Gesichts mit seinem Kindheitsschema bewirkt weiterhin eine Ausschüttung von Oxytozin.
Gerade diese rational nicht nachvollziehbare Liebe einer Mutter wird in Jesaja 49 als Bild für die Liebe Gottes zum Menschen herangezogen. Aber, mit einem seltsamen Zusatz. Gott sagt: Auch wenn diese Liebe aus irgendwelchen Gründen nicht da sein sollte - leider kommt es vor, dass eine Mutter ihr Kind verlässt - wird die Liebe Gottes zu uns niemals ein Ende haben, wobei die Begründung lautet, dass er uns in seine Hände eingezeichnet hat!

"Vergisst etwas eine Frau ihren Säugling,
dass sie sich nicht erbarmt über den
Sohn ihres Leibes? Sollten selbst diese
vergessen, ich werde dich niemals
vergessen. Siehe in meine beiden
Handflächen habe ich dich eingezeichnet"
(Jesaja 49:15-16)

Demnach ist die Passion und die Kreuzigungsgeschichte der größte Liebesbeweis Gottes an mich!

Auch die nur angedeuteten biblischen Assoziationen am Ende des Films ermöglichen uns, etwas Einblick in das Geheimnis der Liebe Gottes zu bekommen. Wenn du mehr über diesen Gott und Jesus erfahren möchtest und dich fragst, wie man ihm näher begegnen kann, empfehlen wir dir, einige Ausschnitte aus der Broschüre "Der bessere Weg" zu lesen.

Die rationalen Gründe für die Bereitschaft Jesu, den Weg der Passion zu gehen, kannst du im Folgenden unter dem Thema kennenlernen:

Diener Gottes

Oder vertiefe die Passionsgeschichte mit einigen Auszügen aus dem Buch: Jesus von Nazareth

.:Jesaja, 700 v. Chr.:.

Du kannst dich aber auch an einen unserer Decoder in deiner Nähe wenden.


     
  20.05.2012
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28.4.2006  

 


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