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Moviecode's Antwort zur Filmkritik
"Die Passion Jesu" - ein Film, der eigentlich nicht
codiert ist, aber für viele Menschen doch mehr als verborgen
bleibt.
Es stimmt - auf den ersten Blick betrachtet: dass "Die
Passion Christi" "keine Gnade" kennt (DIE ZEIT),
es stimmt ebenso, dass dieser Film einen "Purismus der
Grausamkeit" (FAZ) zeigt,
es stimmt möglicherweise auch, dass Passion als "Skandalfilm"
(TV TODAY) in die Filmgeschichte eingehen wird. Es wird aber
wahrscheinlich auch deutlicher als je zuvor, mit wie wenig Bibelverständnis
viele solche Kritiker ihre Kolumnen den oftmals noch weniger
sachkundigen Lesern präsentieren und ihnen damit nicht
zum Verständnis verhelfen, sondern sie noch mehr verwirren.
Zu sagen, dass die Passion "keine Gnade kennt" (DIE
ZEIT), ist nur eine Teilwahrheit. Bezogen auf den Umgang der
Mensch mit Jesus ist es korrekt. Er hat keine Gnade erfahren,
was nun mal der Quellenlage der Evangelisten auch absolut entspricht
und auch in der Weltgeschichte kaum eine Parallele kennt.
Welcher Mensch wurde denn im Kontrast zu seinem beispiellos
liebevollen Lebensstil so gnadenlos von seinen Feinden behandelt?
(.:Jesaja
53:7:.)
Gegen welchen einzelnen Menschen haben sich so viele zivile
wie militärische Personen, religiöse Gruppierungen,
verschiedene Völker, sogar streng gläubige Glaubensführer
vereinigt, um ihn gemeinsam so grausam zu demütigen und
zu foltern? Wo gab es in der Menschheitsgeschichte einen größeren
Skandal, wenn wir bedenken, dass dieser "Misshandelte"
- der nach den Aussagen der Bibel - Gottes gesandter Sohn sein
sollte, der in unsere Welt kam, um unsere Fehler auf sich zu
nehmen? (.:Jesaja
53:5; Römer
3:23-25:.)
Wenn man es aber undifferenziert einseitig behauptet und mit
Untertiteln wie "Nur Blut, Schmerzen und Hass" (DIE
ZEIT) verstärken will, muss man sich als einigermaßen
wahrnehmungsfähiger Zuschauer fragen können, ob die
Verfasser solcher Kolumnen den Film tatsächlich selbst
gesehen haben. Wenn man zumindest mittelmäßig mit
den Texten der Bibel vertraut ist, werden die Zweifel an der
Kompetenz der Verfasser noch gestärkt.
Was ist denn mit den vielen filmischen Einstellungen, welche
in den brutalsten Szenen immer wieder den Kontrast zur liebevollen
Wirksamkeit Jesu herstellen?

(Die Ehebrecherin erfährt von Jesus Gnade)
Was für Intentionen sollten filmische Einstellungen haben,
die Jesus schon zu Beginn des Films als den zeigen, der ganz
anders ist. Indem die Feinde ihn von Beginn an sehr grob behandeln,
heilt er im selben Augenblick einen seiner Gegner. Was für
ein Sinn soll wohl in solchen Szenen liegen?
Was für ein Sinn könnte sich in den Folterszenen und
Schlussszenen bei der Kreuzigung verbergen, in denen Jesus so
eindrucksvoll seinen himmlischen Vater um Vergebung für
seine Feinde bittet, die ihn gerade so grausam behandeln? Ist
das nicht praktisch angewandte Bergpredigt?
Moviecode hat jedoch Verständnis für gewaltkritische
Aussagen. Wir erkennen in diesem Film auch ein unglaubliches
Gewaltpotenzial, und es muss gründlich nachgedacht werden,
wer solch einen Film sehen sollte und wer nicht.
Trotz allem müssen wir sehr pointiert sagen:
- Die Gewaltdarstellung liegt ziemlich nah an den Aussagen
der Evangelien.
- Die Gewalt wird vor allem aus der Perspektive des Leidenden
gezeigt, provoziert von daher nicht unbedingt Nachahmungseffekte.
- Wenn man keinen tieferen Sinn und größeren Zusammenhang
dahinter sehen kann, können diese Szenen nicht kognitiv
eingeordnet werden, und werden von daher möglicherweise
als reine seelisch-sinnlose Tortur bzw. als Skandal gesehen.
Dies ist aber kein unbekannter menschlicher Schutzmechanismus.
Schon zur Zeit der Urgemeinde war das Thema mit dem Kreuz Christi
ein Skandal.
Der Apostel Paulus geht so weit, dass er sich in 1. Korinther
1:23 deutlich dazu bekennt, diesen "gekreuzigten"
Christus zu predigen, der den Juden ein "Ärgernis"
ist.
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"Wir predigen Christus
als gekreuzigt,
den Juden ein Ärgernis, den Heiden
eine Torheit"
(1. Korinther 1:23) |
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Das griechische Wort für Ärgernis lautet "skandalon".
Die Urgemeinde damals musste sich ähnlich, wenn es um das
Kreuz bzw. die Passionsgeschichte Jesu ging, Vorwürfe des
Skandals oder der Dummheit anhören.
Für Moviecode sind solche Äußerungen in teilweise
respektablen Zeitschriften und Medien eher ein Hinweis auf unzureichende
Kenntnis der biblischen Sachlage, wenn es um das Thema der Passionsgeschichte
und die dazugehörigen biblischen Gesamtzusammenhänge
geht.
Moviecode wird niemandem aufdrängen, diesen Film zu sehen,
jedoch sind einige von uns der Überzeugung, dass dieser
Film, Menschen auch tief im Herzen berühren könnte,
und dadurch den Wunsch auslösen könnte, diesen Christus
- der das alles auf sich genommen hat um uns zu retten
persönlich kennen zu lernen. Was wir aber von Moviecde
einstimmig tun wollen ist, den Konsumenten dieses Films, eine
differenzierte, sachliche und kontextbezogene systemisch-biblische
Sicht des Passionsgeschehens zu liefern.
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